Roger Blatter
gestaltete mit Freunden die Fasnacht Ebnat-Kappel neu.
Seit bald zehn Jahren trägt Nadja Abderhalden das Trikot des Unihockeyclubs Nesslau Sharks. Die 18-Jährige lebt in Ebnat-Kappel und absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Fleischfachfrau.
Ebnat-Kappel Zum Unihockey kam Abderhalden 2016 über ihre Familie. Ihr Bruder spielte bereits bei den Nesslau Sharks. Irgendwann ist sie gemeinsam mit ihrer Cousine hingegangen. «Und es hat mir immer besser gefallen», erinnert sie sich. Unterdessen hat sie nahezu jede Position auf dem Feld kennengelernt – von der Torhüterin über die Verteidigung bis hin zum Sturm des Damen NLB Teams, wo sie heute zuhause ist.
Bis heute ist Abderhalden fasziniert vom Unihockey – insbesondere vom Teamzusammenhalt. «Man lernt ständig dazu und entwickelt sich immer weiter», sagt sie. Teamgeist wird bei den Nesslau Sharks grossgeschrieben. Gemeinsame Trainingslager, Wanderungen oder Ausflüge zu anderen Spielen stärken den Zusammenhalt. «Es ist cool, auch in der Freizeit gemeinsam etwas zu unternehmen. Daraus entstehen echte Freundschaften.» Vom Verein fühlt sich Abderhalden stets gut unterstützt. Die Nachwuchsförderung habe in den letzten Jahren nochmals deutlich an Bedeutung gewonnen. Auch sportlich läuft es dem Damen NLB Team derzeit rund: Einige Siege in den letzten Spielen sprechen für sich. «Wir sind als Team noch enger zusammengerückt. Jeder kämpft für jeden», beschreibt Abderhalden die aktuelle Stimmung.
Zusätzliche Motivation schöpft sie aus ihren Einsätzen für die italienische U19-Nationalmannschaft, in der sie aktuell spielt. Dort möchte sie den nächsten Schritt machen und sich weiter etablieren. Auf Abderhaldens Position im Sturm sind für sie vor allem Schnelligkeit und Flexibilität gefragt. Positionswechsel gehören zum Spiel, schnelle Entscheidungen sind Pflicht. «Ich liebe es, nach vorne zu gehen du die Chance zu haben, ein Tor zu machen», erklärt die junge Angreiferin. Für die laufende Saison haben sich die Nesslau Sharks vorgenommen, an die starke Siegesserie
vom Saisonbeginn anzuknüpfen. Die Defensive steht stabil, offensiv will man sich weiterentwickeln. «Unsere Siege sind oft knapp, da können wir uns noch verbessern», so Abderhalden. Persönlich hat sie es sich zum Ziel gesetzt, während den Spielen ruhiger zu sein und mehr Tore zu schiessen. In letzter Zeit sei ihr das wieder besser gelungen «Jetzt wieder mehr zu treffen, stärkt mich mental enorm», erzählt Abderhalden.
Der Alltag der jungen Sportlerin ist intensiv. Vier- bis fünfmal pro Woche trainiert Abderhalden. Ausbildung, Sport und Privatleben unter einen Hut zu bringen, sei nicht immer einfach. «Man muss Prioritäten setzen. Nach der Lehre steht für mich klar das Unihockey im Vordergrund», sagt sie – auch wenn darunter manchmal weniger Zeit für Freunde bleibt. Für die Zukunft hat Nadja Abderhalden klare Ziele: Sie möchte einen weiteren Schritt in Richtung italienische Damen-Nationalmannschaft machen und an der U19-Weltmeisterschaft im Mai 2026 möglichst viele Erfahrungen zu sammeln.
⋌shs
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