Svenja Simmerle
aus Schmerikon erreichte an den WorldSkills den 4. Rang bei den Floristen
Die Pontoniere Schmerikon haben den ersten Platz beim Kultur- und Sportpreis in der Kategorie Sport gewonnen. Die Auszeichnung würdigt ihre sportlichen Erfolge sowie ihren Einsatz für das Dorfleben.
Schmerikon Die Freude bei den Pontonieren Schmerikon ist gross: Der Verein hat beim Schmerkner Kultur- und Sportpreis in der Kategorie Sport den ersten Platz erreicht. «Die Auszeichnung freut uns sehr und macht uns stolz», sagt Philipp Kuster, Pressenchef der Pontoniere Schmerikon. Sie sehen den Preis als Anerkennung für die vielen Stunden Arbeit, die die Mitglieder jedes Jahr für den Verein leisten, ebenso wie für ihre sportlichen Erfolge. Wie stark sich die Pontoniere engagieren, zeigte sich besonders im Juni 2025. Damals richtete der Verein erstmals das Eidgenössische Pontonierwettfahren an der Linth in Grynau aus. Die Mitglieder organisierten den Grossanlass und durften sich am Ende auch sportlich freuen: Sie gewannen die Sektionswertung auf ihrem Heimgewässer. Alle drei Jahre ersetzt das Eidgenössische Pontonierwettfahren die Schweizer Meisterschaft und gilt als wichtigster Anlass im Pontoniersport.
Der Sport der Pontoniere findet auf dem Fluss statt und umfasst das Rudern und Stacheln. Dabei braucht es neben Kraft und Ausdauer auch Technik, Präzision und ein gutes Zusammenspiel im Fahrerpaar. Im Frühling kommen die Boote jeweils ins Wasser. Danach trainieren die Mitglieder regelmässig auf der Linth und nehmen jährlich an etwa drei bis fünf Wettkämpfen in der ganzen Schweiz teil. Viele davon finden im Aargau statt, da die Sportart dort besonders gepflegt wird. Im Herbst werden die Boote dann wieder ausgewassert. Auch im Winter bleibt der Verein aktiv: Einmal pro Woche treffen sich die Mitglieder zum Hallentraining, bei dem Spiel und Spass im Vordergrund stehen. Die Pontoniere sind seit über einem Jahrhundert in Schmerikon verwurzelt. Neben dem Sport gehören auch gesellige Anlässe und das Engagement für das Dorf zum Vereinsleben. Dazu zählen das traditionelle Fischessen, Helfereinsätze und die Unterstützung anderer Feste. Gerade bei grösseren Veranstaltungen ist der Verein auf die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, anderen Vereinen, dem lokalen Gewerbe und freiwilligen Helferinnen und Helfern angewiesen. «Uns verbinden Tradition, Kameradschaft und sportlicher Ehrgeiz», sagt Kuster. Man lebe davon, dass sich viele Mitglieder mit grossem Einsatz engagierten und Jung und Alt gemeinsam Verantwortung übernähmen.
Damit die Pontoniere auch künftig ein fester Bestandteil des Dorflebens bleiben, spielt die Nachwuchsarbeit eine zentrale Rolle. Der Verein investiert viel Zeit in die Ausbildung der Jungpontoniere. Dass sich dieser Einsatz auszahlt, zeigen auch die sportlichen Resultate: Am Eidgenössischen 2025 belegten Schmerkner Fahrpaare in der Jungfahrerkategorie III alle drei Podestplätze. In diesem Jahr gewannen die jüngsten Jungpontoniere in der Kategorie I zudem den Schweizer Meistertitel. Auch weitere Kranz- und Podestplätze gehören regelmässig zu den Erfolgen des Nachwuchses. Der Verein freut sich über junge Menschen, die den Pontoniersport kennenlernen möchten. Interessierte können sich über die Website der Pontoniere Schmerikon für ein Probetraining anmelden und unverbindlich einen Einblick in den Sport erhalten.
Shannon Senn
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