Miss Helvetia
tritt am 16. Oktober mit ihrem neuen Album im Dömli in Ebnat-Kappel auf.
Am 16. Oktober steht Miss Helvetia im Dömli in Ebnat-Kappel auf der Bühne. Die Berner Musikerin aus dem Diemtigtal verbindet in ihrem neuen Programm «Röschtigrabe» Naturjodel, Volksmusik, Pop und Chanson. Mit im Gepäck ist ihr gleichnamiges Album, das am 18. September mit elf neuen Titeln erschienen ist.
Ebnat-Kappel Der Röstigraben ist für Miss Helvetia weit mehr als die sprachliche Grenze zwischen der Deutsch- und Westschweiz. «Er ist allgegenwärtig», sagt sie. Die Schweiz mit ihren vier Landessprachen sei etwas Besonderes. Doch Unterschiede gebe es nicht nur zwischen den Sprachregionen. Auch in anderen Belangen würden die Menschen unterschiedlich ticken. «Es gibt viele Röstigräben in der Schweiz», sagt sie. Genau diese Eigenheiten hätten sie am Thema fasziniert. Auf ihrer Schweizer Tour nimmt Miss Helvetia das Publikum mit auf eine musikalische Reise zwischen Ost und West. Naturjodel und Volksmusik treffen auf Pop und französisches Chanson. Dazu kommen Geschichten aus dem Alltag. Die Mischung komme beim Publikum sehr gut an, erzählt die Musikerin. Ihre Konzerte seien generationen- und völkerverbindend und würden Menschen jeden Alters ansprechen. Das Publikum werde immer wieder mit Klängen überrascht, die es so vielleicht noch nie gehört habe. «Man kann mich nicht in eine Schublade packen», sagt Miss Helvetia.
Die Ostschweiz ist für die Bernerin kein unbekanntes Pflaster. Sie ist bereits früher in der Region aufgetreten. Einen besonderen Bezug zum Toggenburg hat sie auch durch den Örgelispieler Simon Lüthi. Er begleitet sie bei fast jedem Konzert und beherrscht verschiedenste musikalische Stilrichtungen. «Egal was ich singe – Simon kann alles begleiten», so Miss Helvetia. Auf das Publikum im Toggenburg freut sich Miss Helvetia besonders. Den Ostschweizer Dialekt empfinde sie als sympathisch. «Es klingt immer so lieb, wenn Simon spricht», sagt sie. Selbst wenn etwas Negatives gesagt werde, klinge es noch freundlich. «Wir Berner klingen schnell mal grob, die Toggenburger sind die Kultivierteren», meint sie mit einem Augenzwinkern.
Dass sie im Dömli auftreten darf, bedeutet der Musikerin viel. Für sie ist der Auftritt eine Premiere. «Es ist eine wahnsinnige Ehre», sagt sie. Dass sie als Einzelkünstlerin mit eigenen Liedern in einem Kulturort wie dem Dömli auftreten könne, sei keineswegs selbstverständlich. Für die Menschen im Toggenburg hat sie auch gleich eine Botschaft aus ihrem Programm mitgebracht: «Bleibt so gelassen, zufrieden und bescheiden, wie ihr seid.» Und auch abseits der Bühne hat sich Miss Helvetia für ihren Besuch im Toggenburg etwas vorgenommen: Sie möchte unbedingt einmal das Klanghaus Toggenburg besuchen. «Das habe ich bisher leider noch nicht geschafft», sagt sie. Und am liebsten würde sie den Besuch dann gleich mit einer Übernachtung im Löwen in Hemberg verbinden.
Shannon Senn
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