Raimond Gatter
unterstützt bei Rokj weniger privilegierte Kinder aus den Regionen Linthgebiet, Obersee…
Bereits zum 13. Mal fand vom 28. Juli bis 1. August das Königscamp statt – das nationale Trainingslager für zehn- bis fünfzehnjährige Jungschwinger. Auch in diesem Jahr kamen Schwingerkönige und aktive und ehemalige Spitzenschwinger als Gasttrainer zu Besuch, um ihr Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben.
Wildhaus 80 Kinder nahmen am Jungschwingercamp in Wildhaus teil. Während fünf Tagen wohnten sie im Berggasthof Oberdorf und konnten vom täglichen Schwingtraining und anderen sportlichen Aktivitäten profitieren. Camp-Leiter Roger Fuchs zeigt sich stolz, dass dies bereits die dreizehnte Durchführung war. Die Idee dazu ist entstanden, als er erfuhr, dass es für Jungschwinger – im Gegensatz zum Fussball – kein nationales Camp gegeben hat. «Ich war als Kind in den Ferien immer im Fussballlager», erzählt Fuchs. «Aber im Schwingen existierte so etwas nicht.» Aus diesem Grund wollte er den Jungschwingern ein solches Trainingslager ermöglichen – mit Erfolg.
Für Fuchs ist das Camp jedes Jahr wieder ein Höhepunkt. «Jährlich Schwingerstars hier zu haben, ist ein unbeschreibliches Gefühl», erklärt er. Unter dem Motto «Lerne von den Besten» erhalten die Jungschwinger so die aussergewöhnliche Chance, ihr Können unter professioneller Anleitung weiterzuentwickeln. Besonders freute er sich dieses Jahr auf den Gasttrainer Michael Moser. Dieser war als Kind selbst mehrmals im Königscamp. «Nun einen ehemaligen Teilnehmer als Trainer hier zu haben, ist natürlich etwas ganz Besonderes.»
Auch die Jungschwinger sind begeistert von der Zusammenarbeit mit den bekannten Schwingern. «Es ist etwas ganz Besonderes, mit Schwingerkönigen zu trainieren», sagt Thomas Laimbacher aus March-Höfe nach dem ersten Training mit Matthias Sempach und Nöldi Forrer. Der Elfjährige betont, dass er diese Gelegenheit so gut wie möglich nutzen will. «Ich möchte neue Schwünge ausprobieren und mich noch stärker mit dem Schwingsport verbinden.» Sein grosses Ziel: eines Tages am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest teilzunehmen. Das Vorbild von Thomas ist Samuel Giger, der bereits am Eidgenössischen geschwungen hat. «Ich mag seinen Schwingstil und man kann viel von ihm lernen.»
Mit dem Königscamp hat Roger Fuchs nicht nur eine Lücke im Schwingsport geschlossen, sondern auch eine Tradition geschaffen, die Jahr für Jahr junge Talente begeistert und inspiriert. Die Kombination aus sportlicher Förderung und direktem Kontakt zu Schwingstars macht das Lager zu einem einzigartigen Höhepunkt für viele Nachwuchsschwinger. Dass einige von ihnen später selbst als Vorbilder zurückkehren, zeigt: Das Königscamp wirkt nachhaltig – und soll es auch in Zukunft tun. ⋌shs
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