Pascal Bruni
freut sich als Präsident des Vereins Zentrum Wattwil auf die Einkaufsnacht.
Vom 30. August bis 14. September findet im Wallis die Mountainbike-Weltmeisterschaft statt. Mit dabei ist Ramona Forchini, die ihre starke Saison mit einer herausragenden Leistung krönen möchte. Im Interview spricht die 31-Jährige aus Wildhaus-Alt St.Johann über ihre bisherige Karriere, Erfolge und die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft.
Ramona Forchini, wie sind Sie zum Mountainbiken gekommen und wie waren Ihre Anfänge?
Ich habe den Mountainbikesport erst relativ spät für mich entdeckt und bin mit 14 Jahren vom Geräteturnen aufs Velo umgestiegen. Anfangs bestritt ich neben dem Mountainbiken auch Strassenrennen und konnte bereits früh erste Erfolge feiern. Drei Junioren Schweizermeistertitel, eine Bronzemedaille an der U23-Europameisterschaft sowie ein fünfter Platz bei den Weltmeisterschaften im Zeitfahren gehörten zu meinen ersten grossen Höhepunkten. Doch schon bald merkte ich, dass mir das Mountainbiken mehr Freude bereitet. Ich liebe es, draussen in der Natur zu sein, technisch anspruchsvolle Passagen zu meistern und gleichzeitig meine körperliche Leistungsfähigkeit voll auszuschöpfen. Diese Sportart hat mich gepackt – und seither nicht mehr losgelassen.
Was bedeutet es Ihnen, für das BIXS Performance Race Team zu fahren?
Es ist ein grosses Glück, seit dieser Saison Teil des BIXS Performance Race Teams zu sein. Die Zusammenarbeit kam nach einer schwierigen Phase zustande: Ein Team, bei dem ich ursprünglich als Fahrerin unterschrieben hatte, löste sich unerwartet auf, und plötzlich stand ich ohne Perspektive da. Dass ich im Februar, zu einem Zeitpunkt, an dem alle Teams bereits vollständig besetzt sind, noch einen Platz erhalten habe, ist keineswegs selbstverständlich. Mit BIXS habe ich ein starkes und professionelles Umfeld gefunden, das mir nicht nur die nötige Stabilität bietet, sondern mich auch in meiner Weiterentwicklung als Athletin optimal unterstützt. Besonders schön ist auch, dass ich mit der Fahrradmarke BIXS bereits 2015 meinen U23-Weltmeistertitel feiern durfte. Und es macht mich stolz, für ein Schweizer Team fahren zu können.
War dieser U23-Weltmeistertitel Ihr grösster Erfolg?
Ich durfte in meiner Karriere viele wunderbare Momente erleben, aber die drei Weltmeistertitel gehören sicher zu den grössten Meilensteinen. Aber auch mein zweiter Elite Weltcup Podestplatz in diesem Jahr bedeutet mir sehr viel, weil er zeigt, dass ich auf höchstem Niveau mithalten kann. Diese Erfolge sind der Lohn für jahrelange harte Arbeit. Gleichzeitig motivieren mich aber auch kleinere erfolgreiche Rennen. Sie geben mir die Energie, immer wieder nach Höchstleistungen zu streben.
Und welcher Moment Ihrer Karriere bleibt Ihnen am besten in Erinnerung?
Es gibt nicht den einen Moment, der heraussticht – es ist vielmehr die ganze Reise. All die harten Zeiten, das ständige Kämpfen und das Überwinden von Rückschlägen – aber auch die unglaublich schönen Erlebnisse und Resultate, die die schwierigen Phasen aufhellen und mir immer wieder neue Freude und Motivation bringen. Ich habe viel gelernt, und die wichtigste Lektion ist: weitermachen, kämpfen und niemals aufgeben.
Zurzeit läuft die Mountainbike-Weltmeisterschaft im Wallis. Was bedeutet es Ihnen, dass diese in der Schweiz stattfindet?
Für uns Schweizer Athletinnen und Athleten ist das etwas ganz Besonderes. Wir haben hart gearbeitet, um uns für die WM zu qualifizieren und nun vor heimischem Publikum um das begehrte Regenbogen-Trikot kämpfen zu können. Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land bedeutet nicht nur zusätzliche Motivation, sondern auch den Rückhalt und die Unterstützung der Fans. Ich bin mir sicher, es wird ein unvergesslicher Gänsehaut-Moment!
Wie haben Sie sich auf die Weltmeisterschaft vorbereitet und was sind Ihre Ziele?
Die Vorbereitungen laufen schon seit dem letzten Winter, und der Saisonstart war für mich mehr als erfolgreich. Fünf internationale Siege und ein Podestplatz im Weltcup in Leogang haben meine Erwartungen übertroffen. Im Juli gab es einen kleinen Dämpfer, aber mittlerweile bin ich wieder voll auf Kurs für die Weltmeisterschaft in Crans-Montana. Auf eine Höhenakklimatisation habe ich bewusst verzichtet, um mehr Zeit in meinem gewohnten Umfeld zu verbringen und so den Stress zu minimieren. Zudem hatte ich in der Vergangenheit nie grössere Probleme mit Rennen in höheren Lagen. Mein Ziel ist klar: Ich will um die Medaillen kämpfen. Natürlich muss an einem solchen Tag mehr als alles zusammenpassen, aber angesichts meiner aktuellen Form halte ich dieses Ziel für realistisch.
Shannon Senn
Lade Fotos..