Raimond Gatter
unterstützt bei Rokj weniger privilegierte Kinder aus den Regionen Linthgebiet, Obersee…
Seit 1972 engagiert sich das Jugendteam Benken (JTB) für Kinder und Jugendliche in der Region. Es richtet sein Angebot an Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur neunten Klasse und bietet ihnen die Möglichkeit, gemeinsam spannende und abwechslungsreiche Freizeit zu erleben. Ob beim alljährlichen Sommerlager, bei Gruppenstunden im Pfarreiheim Benken oder beim beliebten Grümpiaca – einem einzigartigen Turnier, das Fussball mit Indiaca kombiniert – das JTB sorgt regelmässig für kreative und fröhliche Begegnungen.
Benken Das Jugendteam ist eine lebendige, vielfältige Gemeinschaft voller Energie und Tatendrang. Für alle heutigen Leitenden hat das JTB eine persönliche Bedeutung: Sie selbst waren einst als Kinder Teil davon. «So können wir unsere eigenen Erfahrungen und Erinnerungen weitergeben», sagt Joël Schnider, Leiter des JTB. Für den 23-Jährigen bietet die ehrenamtliche Tätigkeit einen wertvollen Ausgleich zu seinem Berufsalltag in einer Bank und seinem Studium im Bereich Sportmanagement.
Auch Nils Jud, in der Scharleitung aktiv, schätzt die Arbeit mit den Kindern. Der 21-jährige Landschaftsgärtner betont: «Wir machen das auch für unser Dorf. Es ist uns wichtig, Benken etwas zurückzugeben.» Andreina Steiner, die ebenfalls Teil der Scharleitung ist, schätzt insbesondere das Zusammensein: «Man schliesst Freundschaften und verbringt viel Zeit gemeinsam.» Das JTB ist für die 17-jährige Gymnasiastin ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt wird.
Das Mitwirken im Jugendteam bedeutet aber nicht nur Vergnügen, sondern ist auch mit Verantwortung und Herausforderungen verbunden. «Nach neun Jahren als Leitungsperson verlässt man das JTB normalerweise», sagt Joël. Das führt automatisch zu häufigen Wechseln im Team. «Deshalb ist es umso wichtiger, neue Mitglieder gut einzuführen und mitzunehmen.» Um die Motivation hochzuhalten, setzen sie auf eine ausgewogene Kombination aus Spass und Engagement. Gleichzeitig legen sie grossen Wert auf eine offene und klare Kommunikation. «Wir dürfen nicht aneinander vorbeireden», betont Nils. Nur so könne die Zusammenarbeit im Team langfristig funktionieren. Entscheidend ist auch eine gute Planung, besonders wenn es um Grossanlässe wie das Sommerlager geht. «Die Lagerleitung setzt sich frühzeitig zusammen und plant das Gröbste», führt Andreina aus. «Danach wird die Aufgabe, für jeden Lagertag ein abwechslungsreiches Programm zu erstellen, auf die verschiedenen Leiter aufgeteilt.» Dieses Jahr ging es vom 19. Juli bis am 2. August nach Elm im Kanton Glarus.
Nun steht am 23. August das Grümpiaca an – eine Mischung aus einem Fussball-Grümplturnier und Indiaca. Die Idee dafür entstand aus der Situation heraus. «Das legendäre Benkner Dorfturnier fand nicht mehr so grossen Anklang», erinnert sich Joël, «also haben wir uns mit den Organisatoren zusammengesetzt und gemeinsam etwas Neues entwickelt.» Indiaca wird im JTB regelmässig gespielt, und so kamen sie auf die Idee, die beiden Sportarten zu verbinden. Inzwischen findet das Grümpiaca jährlich statt und ist jedes Jahr aufs Neue ein Highlight. «Es ist wie ein grosses Familientreffen», schwärmt Andreina. «Man trifft ehemalige Leitende des JTB wieder und verbringt einfach eine coole Zeit zusammen.»
Anlässe wie das Sommerlager und das Grümpiaca spornen die Leitenden an, sich weiterhin tatkräftig zu engagieren. «Ich hoffe, dass das JTB noch lange weiterbesteht», sagt Nils. «Und dass auch in Zukunft motivierte neue Mitglieder dazukommen, die mit genauso viel Freude dabei sind, wie wir.» Seit Generationen erleben Kinder und Jugendliche, was Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenhalt bedeuten – Werte, die auch in Zukunft im Zentrum stehen sollen.
shs
Lade Fotos..