Tessa Güssow
schliesst die Matura an der Kanti Wattwil als Jahrgangsbeste ab.
Der Lotsendienst an der Kreuzung in Gommiswald ist ein erstes Projekt der «ElternMitWirkung».
Mit der neuen Initiative «Eltern-Mit-Wirkung» entsteht in Gommiswald eine Plattform, die Eltern, Schule und Kinder näher zusammenbringen soll. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus zu stärken und gemeinsam ein positives Umfeld für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen.
Gommiswald Die Projektgruppe besteht derzeit aus engagierten Müttern sowie Vertreterinnen der Schule. Gemeinsam verfolgen sie die Vision, das Schulleben aktiv mitzugestalten und die Gemeinschaft rund um Kindergarten und Primarschule nachhaltig zu stärken. Dabei bringen die Beteiligten vielfältige Erfahrungen aus Beruf, Hobby und Ehrenamt mit – von Kommunikation und Medienarbeit bis hin zu Erfahrungen aus anderen Elternmitwirkungsprojekten. «Wir möchten eine Brücke zwischen Schule und Elternhaus schaffen», erklärt die Projektgruppe. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die den Schulalltag bereichern und das Wohlbefinden der Kinder fördern. Geplant sind unter anderem Unterstützungen bei Sportanlässen, Projekttagen, der LernzeitPlus, dem Pausenkiosk oder kreativen Angeboten wie Werken und Handarbeiten. Kürzlich startete mit dem Lotsendienst an der Kreuzung in Gommiswald das erste Projekt. Während der Bauphasen unterstützen Eltern die Kinder auf ihrem Schulweg, sodass sie die sich verändernde Verkehrssituation allein meistern können. Noch vor dem offiziellen Start der «Eltern-Mit-Wirkung» suchte die Projektgruppe Freiwillige. Dies war zu Beginn nicht ganz einfach, doch nach einiger Zeit schlüpften weitere Eltern in die Leuchtwesten mit dem aufgenähten Logo der «Eltern-Mit-Wirkung».
Elternrat als Bindeglied
Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Bildung eines Elternrats. An den Elternabenden werden künftig pro Klasse zwei Delegierte gewählt. Diese vertreten die Anliegen der Eltern ihrer Klasse und wirken gemeinsam mit Lehrpersonen und Schulleitung an schulübergreifenden Projekten mit. Die Verantwortlichkeiten bleiben dabei klar geregelt: Pädagogische und didaktische Entscheidungen liegen weiterhin bei der Schule, während die Eltern ihre Verantwortung für Erziehung und Wertevermittlung im familiären Umfeld wahrnehmen. Die «Eltern-Mit-Wirkung» versteht sich als Ergänzung und Impulsgeberin für eine konstruktive Zusammenarbeit. Neben konkreten Projekten liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von Gemeinschaft und Vernetzung. Die Initiantinnen möchten ein tragfähiges Netzwerk schaffen, das Eltern unkomplizierte Möglichkeiten bietet, sich einzubringen, und zwar unabhängig davon, wie viel Zeit zur Verfügung steht. «Schon ein kleiner Beitrag kann Grosses bewirken», betonen die Beteiligten. Ob Ideen, punktuelle Unterstützung oder regelmässiges Engagement – jede Form der Mitwirkung sei willkommen. «Dabei ist uns wichtig: Mitwirken soll Freude machen – ohne Druck.»
Herausforderungen und Vision
Noch befindet sich die «Eltern-Mit-Wirkung» in der Aufbauphase. Die grösste Herausforderung sehen die Verantwortlichen darin, möglichst viele Eltern für das Mitwirken zu begeistern und Hemmschwellen abzubauen. Für die Zukunft haben sie klare Ziele. Bis 2030 soll die «Eltern-Mit-Wirkung» als fester Bestandteil des Schuljahres etabliert sein. Schule und Eltern sollen Hand in Hand arbeiten, geprägt von offener Kommunikation, gegenseitigem Vertrauen und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Die Botschaft der Initiantinnen an die Elternschaft ist eindeutig: «Jede Idee zählt. Jeder Beitrag macht einen Unterschied. Gemeinsam können wir etwas bewegen und unsere Kinder durch unser Engagement stärken.» Interessierte Eltern können sich laufend auf Instagram (@elternmitwirkung.gommiswald) über aktuelle Projekte und Mitwirkungsmöglichkeiten informieren und sind eingeladen, die Entwicklung der «Eltern-Mit-Wirkung» aktiv mitzugestalten.
shs
Lade Fotos..