Tessa Güssow
schliesst die Matura an der Kanti Wattwil als Jahrgangsbeste ab.
Die ersten Erdbeeren liessen in Gommiswald dieses Jahr länger auf sich warten: Schädlinge machten der Familie Betschart einen Strich durch die Rechnung. Trotz des schwierigen Starts freuen sich die Hofbesitzer über eine gute Ernte und eine stetig wachsende Nachfrage nach ihren regionalen Produkten.
Gommiswald Die Menschen in Gommiswald mussten sich in diesem Jahr etwas länger gedulden, bis die ersten Erdbeeren der Familie Betschart erhältlich waren. Grund dafür war ein Schädlingsproblem zu Beginn der Saison, der die frühe Ernte auf dem Hof Betschartsplus stark beeinträchtigte. «Die frühen Erdbeeren sind uns alle kaputtgegangen», erzählt Armin Betschart. Gemeinsam mit seiner Frau Monika betreibt er den Hof und den dazugehörigen Hofladen. Erst nach Pfingsten konnten sie ihre ersten verkaufen. «Das war natürlich schade, denn alle anderen Betriebe in der Umgebung konnten bereits starten», so Armin. Trotzdem ist er insgesamt zufrieden mit der bisherigen Saison: Der Ertrag der Ernte sei trotz der Verspätung gut und die Erdbeeren nach wie vor sehr gefragt. «Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr», freut sich auch Monika Betschart. Die Begeisterung der Kundschaft sei für die Familie jedes Jahr aufs Neue Motivation, die intensive Saison in Angriff zu nehmen.
Schädlingsdruck und Wetterkapriolen
Trotz manchen Herausforderungen würden sie die Arbeit gerne machen. «Die grössten Probleme bereiten uns tatsächlich die Schädlinge», sagt Armin. «Sie können grosse Teile der Ernte vernichten, so wie bei uns zu Saisonbeginn.» Um den Befall möglichst natürlich einzudämmen, setzt der Betrieb auf Nützlinge. «So versuchen wir, den Schädlingsdruck zu verkleinern.» Auch das Wetter beeinflusst die Ernte. Bei kühlen Temperaturen wachsen die Beeren langsamer. Die Betscharts haben zwei Tunnel, die sich hinten und vorne schliessen lassen. So sind diese Beeren gegen Wind und Kälte geschützt. In den anderen, offenen Tunneln hingegen zögert sich die Ernte bei kälteren Temperaturen hinaus. Zu heisse Temperaturen bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich. «Wenn es über 30 Grad sind, explodiert die Ernte und wir kommen kaum hinterher», sagt Monika.
Vom Feld in den Hofladen
Und auch beim Pflücken wird es in den Tunneln schnell ziemlich heiss, im Innern steigen die Temperaturen gerne auf 40 Grad an. «Deshalb versuchen wir immer, bis am Mittag mit der Ernte durch zu sein», so Monika. Um das zu schaffen, starten sie jeweils bereits um 5.30 Uhr. Mit dem Pflücken allein ist es aber noch nicht getan: Im eigenen Hofladen verkaufen die Betscharts neben den frischen Früchten auch Sirup, Konfitüren und Liköre, die sie selbst herstellen. Am beliebtesten bleiben jedoch die frischen Beeren «Grundsätzlich kommt aber alles, was mit Beeren zu tun hat, sehr gut an», ergänzt Monika. Auch die Geschenkkörbe würden sich grosser Beliebtheit erfreuen. Die Kundschaft sähe sie im Laden, und würde sie dann an Weihnachten oder für Geburtstage kaufen.
Teamarbeit auf dem Betrieb
Unterstützung bei der Arbeit erhalten die Betscharts von vier Saisonangestellten sowie mehreren Mitarbeitenden im Stundenlohn. «Und auch unsere Kinder helfen mit, wenn sie Zeit haben», fügt Armin hinzu. Dank dieses gemeinsamen Einsatzes können sie die Region weiterhin mit frischen Erdbeeren versorgen. Und zwischendurch bleibt auch Zeit für einen kleinen Genussmoment: «Wir machen gerne einen Rundgang durch alle Beeren – und können natürlich nicht widerstehen, von jeder Sorte zu probieren», verrät Monika mit einem Lächeln.
Frische Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen gibt es aktuell im Hofladen von Betschartsplus in Gommiswald. Der Laden ist von Montag bis Samstag geöffnet und bietet neben saisonalen Früchten weitere hausgemachte Spezialitäten an. Weitere Informationen und Öffnungszeiten unter: www.betschartsplus.ch.
shs
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