Raimond Gatter
unterstützt bei Rokj weniger privilegierte Kinder aus den Regionen Linthgebiet, Obersee…
Den Ernstfall kann man nicht üben. Doch im Weiterbildungskurs werden Feuerwehrkader zu auserwählten Themen ausgebildet. Die Schulungen haben beim Feuerwehrverband an der Linth lange Tradition und stossen immer auf grosses Interesse.
Eschenbach Die gemeinsame Kaderschulung der Feuerwehren des Linthgebiets, dient nicht nur der Aus- und Weiterbildung, sondern auch dem Austausch von Fachwissen und der Kontaktpflege. Dementsprechend wird dieser Anlass geschätzt, wie Daniel Oertig, Kommandant der gastgebenden Feuerwehr Eschenbach, sagt. 134 Frauen und Männer trafen sich am vergangenen Freitag und Samstag zur Weiterbildung. Bei der ganztägigen Schulung standen jeweils sechs Lektionen auf dem Programm, um bereits Gelerntes aufzufrischen oder Neues zu vermitteln. Nicht zu kurz kam auch der Austausch.
Instruktor Clot Müller von der Feuerwehr Rapperswil-Jona weiss, dass das Interesse an solchen Veranstaltungen und die Bereitschaft zur Teilnahme im Allgemeinen gross ist. «Wir informieren über Neuerungen und Rechtsfragen, zeigen verschiedene Techniken und üben gemeinsam, das Gelernte in der Praxis anzuwenden», erklärt er. Dabei werden Inputs aus den einzelnen Feuerwehren aufgenommen. Genauso wichtig wie die Wissensvermittlung sei aber auch der Kontakt untereinander und die Pflege des Netzwerks, ergänzt Oertig. Im Ernstfall arbeiten benachbarte Feuerwehren zusammen, da sei es von Vorteil, wenn man sich kenne.
In diesem Jahr lernten die Offiziere und Unteroffiziere, welche Herausforderungen eine Tierrettung mit sich bringen kann und welche Techniken zur Anwendung kommen können. Ebenfalls wurde über Gefahren mit Strom aufgeklärt. Wie wichtig der Einsatz einer Heuwehr ist, wenn ein Futterstock zu Überhitzen beginnt, wurde demonstriert. Feuer in einer Tiefgarage sei immer eine besondere Herausforderung, so Instruktor Müller. Daher stand auf dem Trainingsprogramm auch das Üben der «gestreckten Leitung». Diese wird angewandt, um bei Bränden in engen, verrauchten Untergeschossen effektiv vorzugehen. Wie die «Erste Führung» im Notfall organisiert werden muss, stand auch auf dem Schulungsprogramm. Dabei geht es um die Planung der allerersten Massnahmen, die von der zuerst eintreffenden Führungskraft an einer Einsatzstelle getroffen werden müssen. In einem Referat erfuhren die Schulungsteilnehmer, wie ein Brandermittler vorgeht. An verschiedenen Stationen wurde nicht nur Theorie vermittelt, sondern das Wissen in der Praxis angewandt.
Die im Verband organisierten Feuerwehren seien alle gut ausgestattet und verfügen über das notwendige Material. Im Notfall unterstütze man sich gegenseitig, so Clot Müller. Das Engagement der Feuerwehren in den Gemeinden wird von politischer Seite und von der Bevölkerung sehr geschätzt. Und doch haben die Feuerwehren zunehmend Schwierigkeiten, neue Mitglieder zu gewinnen. Probleme gibt es auch bei der Rekrutierung von Kadern. Immer weniger wollen Verantwortung übernehmen oder haben die Zeit, sich in Führungspositionen zu engagieren. Aber, die Feuerwehrlerinnen und Feuerwehrler die dabei sind, leisten einen wertvollen Dienst für die Allgemeinheit. In der Region See und Gaster ist man bestrebt, den Nachwuchs an das Ehrenamt heranzuführen. Und so gibt es im Feuerwehrverband an der Linth drei Jugendfeuerwehren, in denen Mädchen und Jungen unterstützt und auf den aktiven Dienst vorbereitet werden.
⋌hem
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